Riesenandrang bei der Orakelnacht - Publikum begeistert

Veröffentlicht: Montag, 14. März 2016 Geschrieben von admin

Plakat klein
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Eine wie angekündigt lange Orakelnacht der Grund- und Mittelschule Unterwössen ist es in der Tat geworden. Hunderte von Zuschauern sind nach der Premiere des Schülerfilms „Das fiese Orakel und der Untergang von Unterwössen" begeistert.

Der dritte Schülerfilm aus der Reihe um „Das fiese Orakel" macht sich auf, in die großen Fußstapfen der vielfach prämierten Vorgängerwerke zu treten.

Das fiese Orakel wird entführt und Unterwössen droht nun der Untergang. Hatte das fiese Orakel die letzten Jahre mit Schule und Ort in Eintracht gelebt, löst seine heimtückische Entführung eine schreckliche Kettenreaktion aus. Ein Riss spaltet das Schulgebäude und weitet sich. Schule und Ort droht der unvermeidliche Untergang, wenn das Orakel nicht in sein angestammtes Kraftfeld zurückkehrt. Drei Schüler, der Adlige Jonathan von der Agg (Philip Roas), die technikbegeisterte Meli (Urte Haagen) und der zunächst unscheinbare Georg (Felix Färbinger) stellen sich der Gefahr mutig entgegen. Sie geraten in einen Strudel skurriler, witziger und auswegloser Situationen bis am Ende die Rettung unmöglich scheint.

Über 30 Minuten Spannung, Witz und unglaubliche Trickszenen schlugen das Publikum der Premiere in Bann.
Am Morgen der Premiere gerade noch fertig geworden, präsentiert sich der Streifen am Abend als ein rundes, stimmiges Werk. Zu den Vorgängerfilmen gibt es große Unterschiede: Eine Umfrage auf der Schulhomepage suchte nach dem Thema des neuen Schulfilms. 98% wollten eine Fortsetzung der erfolgreichen Orakelreihe.
War bisher immer eine Klasse für die Umsetzung verantwortlich, war diesmal das Projekt  so umfangreich, dass Schüler und Lehrer der ganzen Schule mitwirken mussten, letztendlich sogar ganz Unterwössen. Denn neben der Mithilfe von Feuerwehr, Polizei, Ex-Bürgermeister etc., wurde auch außerhalb der Schule gedreht, z.B. in der Kfz-Werkstätte Garnreiter, im Friseursalon Perfekter Schnitt, im Hallenbad und am Eglsee. Über die Gemeindegrenzen hinweg entstanden Szenen bei Polizei und im Golfhotel in Grassau. Die Schule in Reit im Winkl stellte ein Skelett. Landschaftsszenen und eine Drohne für Luftaufnahmen kamen von Stefan Erdmann, das Pilotenkönnen von der Modellfluggruppe Achental. Von überall aus der Gemeinde stammten die Requisiten. Die Ape von Wiggerl Beck. Sein knallrotes, motorisiertes Dreirad mit Ladefläche, bekam eine Hauptrolle. Altbürgermeister Hans Haslreiter spielte einen Chauffeur, seinen Oldtimer brachte er mit.

Sieben Drehtage mit 10 bis 15 Stunden täglich - auch am Wochenende - stellten die Schüler vor besondere Herausforderungen. Fünf weitere Drehtage gingen ohne Schüler ins Land. Rektor Otto Manzenberger lobte: „Die Schüler haben prächtig mitgezogen". Ihre Filmarbeit fand ihren Schwerpunkt vor allem in der schauspielerischen Leistung. „Wir haben unsere Darsteller manchmal gequält,  bis die Szenen im Kasten waren", erinnert sich Manzenberger. Sie hätten viel gelernt und begriffen, wie alles zum Erfolg des Projektes ineinandergreift. Ein Grundgerüst aus Verlässlichkeit, Disziplin und Durchhaltevermögen habe getragen. Mit Übersicht, Geschick, Eigeninitiative und Ideen hätten die Schüler darauf aufgebaut.

Das Ergebnis waren 15 Stunden Rohmaterial mit über 1300 Einzeltakes. Die Nachbearbeitung dauerte bis zum Tag der Premiere. Die vielen Effekte und Spezialaufnahmen erwiesen sich als brutale Zeitfresser, so der Rektor in der Vorstellung. Kabelbruch, Krankheit eines Hauptdarstellers, Defekte in der Ausrüstung waren Stolpersteine auf dem Weg. „Die Schule hat sich mächtig ins Zeug gelegt", zog Manzenberger das Fazit und das war bis in die letzte Minute des Abends spürbar:

„Willkommen zur Orakelnacht im Kinocenter der Schule", begrüßte Rektor Manzenberger am frühen Abend die vielen Hundert Gäste in der Turnhalle der beinahe platzenden Turnhalle. Seit Wochen hätten die Schüler diesem Abend entgegengefiebert und sich mächtig ins Zeug gelegt, so Manzenberger. Die Halle war zu einem Kino umgebaut. Kulinarische Orakel-Muffins, -Knochen (Wienerle), -Burger und -Trunk fanden reißenden Absatz. Popcorn ploppte in der Maschine, flinke Kinderhände streuten Puderzucker über selbst gebackene heiße Waffeln. Kinostimmung für den „spektakulärsten Orakelfilm der Welt", wie ein Plakat ankündigte.

Der Vergleich bot sich an. Die beiden ersten Orakelfilme eröffneten den Abend. Das brachte Spannung hin zur Premiere bis endlich ein Chor der Klassen 1 bis 6 mit dem neuen Orakelsong den Premierenteil eröffnete. Hannes Weichselgartner hatte „Wir brauchen ein Wunder", den Titelsong für den Film geschrieben. Lustig war es. Vor allem kleine Filmgags zeigten, wie viel Liebe in das Werk gesteckt ist. Lehrer, die sich auf der Leinwand zum Affen machten, sammelten fleißig Sympathiepunkte. Die Hauptdarsteller begeisterten und ernteten Szenenapplaus. Am viel zu frühen Ende des cineastischen Ereignisses brandete langanhaltender Beifall auf. Als Rektor Otto Manzenberger alle mitwirkenden Protagonisten des Films nach vorne rief, stand die Stirnseite der Halle gerüttelt voll.

Besonders hob der Rektor den „Regisseur und Schnittmeister" Roland Kanamüller und seine Frau Evi Zimmermann hervor. Zimmermann hatte in Zusammenarbeit mit Kanamüller das Drehbuch verfasst. Kanamüller zeigte sich von der Resonanz zum Film überwältigt. „Ich bin stolz auf diese Schule", gab er seinen Dank zurück, „auf das Herzblut und die Leidenschaft, die ihr in diesen Film investiert habt", wandte er sich an die Schüler. „Und eine Gemeinde wie Unterwössen mit so viel Unterstützung müsste eigentlich jeden Filmschaffenden anlocken." Das Lob für den Schulrektor brachte Schülersprecher Daniel Straßwender: „Danke, dass Sie Ihre Filmleidenschaft mit uns teilen, dass Sie die Schulfilme möglich machen, dass wir diesen tollen Abend erleben dürfen!". Als Zeichen der hohen Anerkennung überreichte der Schülersprecher einen nachgebildeten Oscar. Am Ende eines wunderbaren Kinoabends standen wieder Lacher, als misslungene Szenen und Filmpannen über die Leinwand flimmerten.

Der Eintritt war frei. Der Erlös aus dem umfangreichen Beiprogramm der Orakelköstlichkeiten geht in weitere Filmprojekte und die Klassenkassen. Trotzdem rief der Schulrektor zu Spenden auf. Eine neue Kamera muss die alte ersetzen, wenn in Zukunft Schüler an solchen Projekten lernen und Begeisterung verbreiten sollen. Wie seine Vorgänger steht der Film in Kürze auf DVD zum Verkauf. Er kann über die Schule bezogen werden. (LFlug)

 

Bilder von der Filmnacht:

 

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