Pausenhof - Ein Anfang ist gemacht

Veröffentlicht: Dienstag, 06. Juni 2017 Geschrieben von admin

Umgestaltung des Pausenhofs entfacht Talentfeuer der Schüler

Wenn das Sägemehl sprüht, scheint das die Atmosphäre für Verena Bauer zu sein. Die Schülerin der achten Klasse sammelte am mobilen Sägewerk des Walderlebniszentrums Ruhpolding erste Erfahrungen. Die Schüler treiben derzeit erste Schritte voran, den Pausenhof an der Grund- und Mittelschule neu zu gestalten.
Wenn das Sägemehl sprüht, scheint das die Atmosphäre für Verena Bauer zu sein. Die Schülerin der achten Klasse sammelte am mobilen Sägewerk des Walderlebniszentrums Ruhpolding erste Erfahrungen. Die Schüler treiben derzeit erste Schritte voran, den Pausenhof an der Grund- und Mittelschule neu zu gestalten.

Wenn das Sägemehl sprüht, scheint das die Atmosphäre für Verena Bauer zu sein. Die Schülerin der achten Klasse sammelte am mobilen Sägewerk des Walderlebniszentrums Ruhpolding erste Erfahrungen. Die Schüler treiben derzeit erste Schritte voran, den Pausenhof an der Grund- und Mittelschule neu zu gestalten.
Auf den ersten Blick waren die Arbeiten zur Neugestaltung des weiträumigen Pausenhofes an der Schule nur willkommene Abwechslung im Schulalltag.Doch dann erkannten Schüler ihr praktisches Talent. Begeisterung über das eigene Geschick bricht sich Bahn und freut Schüler, Lehrer und Nachbarn.

Weitere Maßnahmen sind geplant, Unterstützer gern gesehen. „Die alten Bänke und Pausenhofmöbel waren zu sehr in die Jahre gekommen", so Lehrer Hanns Ostermaier. Immer wieder bewegte Lehrer und Schulrektor Otto Manzenberger die Fragen: „Was können wir machen, wie können wir den Pausenhof im Sinne der Kinder verbessern? Wo ist etwas schlecht, was muss weg oder ausgebessert werden?" Erste, bewusste Begehungen des Pausenhofes brachten neue Ideen. Die Schule befragte bei den Schulfesten die Eltern und Schüler nach Verbesserungsvorschlägen und Wünschen zum Pausenhof. Am Ende waren es eine Fülle an Vorstellungen, aber keine Vorstellung, wie man das unter einen Hut bringen könnte.
Zu diesem Zeitpunkt trat Rektor Otto Manzenberger an die Gemeinde heran, um Unterstützung – auch finanzielle – zu bitten. Dort stieß auf offene Ohren. Die Gemeinde vermittelte und übernahm die Kosten für den Diplom-Ingenieur und Landschaftsarchitekten Peter Rubeck aus der Planungsgruppe Strasser, Traunstein. In Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe des Lehrerkollegiums erstellte Rubeck erste Pläne, die in Folge mehrfach überarbeitet wurden. Jetzt sind sie Leitschnur für laufende Arbeiten und weitere Entwicklungen des Pausenhofes.
In dieser Woche vor den Pfingstferien packten Schüler, Lehrer und Helfer an. „Vom Baum zur Bank" hieß es für die Schüler der achten Klasse. Die Mitarbeiter des Bergwalderlebniszentrums Ruhpolding, die mit den Schülern den Schulwald am Balsberg betreuen, traten an. Schüler der achten Klasse, einige ausgewählte der Klasse 9 und die Fachleute schlugen gemeinsam zwei Bäume, die die Staatsforsten Ruhpolding der Schule für Schulmöbel spendeten. Dabei lernten die Schüler, Dinge - wie die Verkehrssicherung - zu beachten. Fachgerecht arbeiteten die Schüler die Bäume auf und verwandten das Rindenmaterial, die Lohplatten,, gleich für das Schüler-Tippi. Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde verbrachten die fertigen Stämme aus dem Wald in den Pausenhof an der Schule. Mit dem mobilen Sägewerk des Bergwalderlebniszentrums schnitten die Schüler der achten Klasse Bohlen aus dem Rundstamm und verarbeiteten das Holz zu Pausenhofmöbeln.
Parallel dazu konzentrierte sich die Grundschule auf den Schulgarten, berichteten Lehrerinnen Dorina Duchon und Martina Pertl. Der war in einer Zusammenarbeit von Lehrern und Bauhofmitarbeitern vorbereitet. Die Schüler der siebten Klasse zogen den Zaun um den Garten herum. Die Schüler der ersten und dritte Klasse widmeten sich dem Insektenhotel. Weitere der Klassen 2, 3 und 4 bereiteten die Pflanzen für das Setzen vor.
Die sechste Klasse verschönert mit einem Stelenprojekt den Pausenhof. Die fünfte Klasse verwirklicht sich in einem Malprojekt an den Wänden der Turnhalle. Im Stile des weltweit bekannten Graffiti-Künstlers Keith Haring bemalten sie drei Wände der Turnhalle mit den bunten, fröhlichen und in ihrer Einfachheit lebendigen Figuren. Auf der vierten Wand zum Parkplatz hin planen sie gleichartige eigene Entwürfe. Der Malerbetrieb Michael Hager unterstützt sie am Ende im Feinschliff.
Das Geschick und das Engagement der Schüler überraschte. Nachbarn drückten Hanns Ostermaier ihre Überraschung aus, wie konzentriert die jungen Leute die Turnhallenwand bemalten. Die Erstklässler am Sägewerk begeisterten sich mit jedem Fortschritt mehr. Einige waren selbst überrascht, was sie mit ihren praktischen Talenten zuwege brachten.
Schon bisher erfährt die Schule in der Pausenhofneugestaltung tatkräftige Unterstützung. Hanns Ostermaier und Schulrektor Otto Manzenberger lobten, wie sich die Gemeinde, voran Bürgermeister Ludwig Entfellner, einsetzten. Solche Hilfe zur Selbsthilfe falle der Gemeinde leicht, sieht der Bürgermeister. „Wir begrüßen dieses Projekt sehr, weil es durch Eigeninitiative getrieben ist. Es orientiert sich an der Praxis, was einer praxisbezogenen Mittelschule sehr gut ansteht. Die Mitarbeit der Schüler stärkt ihren Bezug zu ‚ihrer' Schule", so der Bürgermeister auf unsere Nachfrage. 15.000 Euro hat die Gemeinde für diese Arbeiten im laufenden Jahr in ihren Haushalt eingestellt. Noch einmal die gleiche Summe erhofft sich Schulrektor Otto Manzenberger – so in unserem Gespräch – auch für das nächste Jahr. Auch dann wird noch kein Ende sein. Im Winter werden die Schüler am Schulgarten eine Holzhütte mit einer Grundfläche von 6 × 4 Metern errichten. Eine Oberwössner Zimmerei hat sich angeboten, die Schüler darin zu unterstützen (wir werden berichten).
Die derzeitige Ausgestaltung des Hügels im Pausenhof habe sich als ungünstig erwiesen, berichtet Hanns Ostermaier. Der soll zukünftig verändert werden. Eine naturnahe Hecke und weitere Bäume sollen weiteres Grün bringen. Der Maschendrahtzaun zum Nachbarn wird einem Holzzaun weichen.
Schulrektor Otto Manzenberger sieht vor seinem geistigen Auge bereits einen Marktplatz als Schülercafé mit neu geschaffenen Sitzbänken. „Das dauert aber schon noch ein bisschen." Bis dahin sollen dann die Pausenhofgeräte ausgetauscht sein.
So werden demnächst Eltern, Elternbeirat und Förderverein in diesen Aufgaben gefordert sein. Sie haben ihre Unterstützung bereits zugesagt. Ein Fensterbauer stiftet zwei Fenster für die Hütte, Dachschindel und Dachrinnenhaken sind gespendet. Auf einen Aufruf nach Baumaterial, finanziellen und tatkräftigen Unterstützern hat Schulrektor Manzenberger bereits Resonanz erfahren. Noch immer ist aber reichlich Raum für weitere Hilfe. Bauholz geht noch ab, Dielen für den Hüttenboden. Fachleute für Spenglerarbeiten und Elektroinstallation sind herzlich willkommen. (LFlug)

Raus aus der Schulbank und mit eigener Hände Arbeit Neues zu schaffen, das begeisterte so manchen Schüler der Grund- und Mittelschule Unterwössen. Mit den Fachleuten vom Walderlebniszentrum Ruhpolding baute die achte Klasse neue Möbel für den Pausenhof.
Raus aus der Schulbank und mit eigener Hände Arbeit Neues zu schaffen, das begeisterte so manchen Schüler der Grund- und Mittelschule Unterwössen. Mit den Fachleuten vom Walderlebniszentrum Ruhpolding baute die achte Klasse neue Möbel für den Pausenhof.

Raus aus der Schulbank und mit eigener Hände Arbeit Neues zu schaffen, das begeisterte so manchen Schüler der Grund- und Mittelschule Unterwössen. Mit den Fachleuten vom Walderlebniszentrum Ruhpolding baute die achte Klasse neue Möbel für den Pausenhof.

 

 

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