Schüler spenden für Kinder in Sicherheit

Veröffentlicht: Mittwoch, 08. Juli 2020 Geschrieben von Otto Manzenberger

Der Weihnachtsbasar und die weihnachtliche Aufführung der Theater-Arbeitsgemeinschaft der Grund- und Mittelschule Unterwössen liegt dieses Jahr besonders weit zurück, als die Kinder die Spende aus den Erlösen für den Verein „Kinder in Sicherheit“ gaben.

Umso mehr freut sich der Reit im Winkler Diakon Klaus Mühlberger über einen Scheck über 974,88 €, denn seit der Corona Pandemie ist die Situation um das rumänische Kinderheim des Vereins „dramatisch“.
Mit diesem Wort beschreibt der Gründer und Vorstand des Vereins Mühlberger die Situation um die rumänischen Waisenkinde, r die der 2000 gegründete Verein in seinem Kinderheim in der rumänischen Gemeinde Chisineau Chris in der Nähe der rumänischen Kreisstadt Arad betreibt. Die Grundidee, rumänische Waisenkinder dort zu betreuen bis sie eine fundierte Ausbildung erlangen, erlitt mit Corona einen erheblichen Rückschlag. Die Behörden isolierten das Heim völlig und verlangten die Auflösung. Die Kinder und Jugendlichen mussten in verzweifelter Anstrengung anderswo unterkommen. Gerade weil die Insassen mit den Betreuern über die Jahre so eng zusammengewachsen sind, traf es alle schwer. Wie es konkret weitergehen kann, steht noch nicht fest, beschreibt es Diakon Mühlberger gegenüber einer nur kleinen Abordnung aus Theater-AG und Weihnachtsbasar in der Schulaula.
Umso fruchtbarer ist die Spende, die in den Verein in die Lage versetzt auf die veränderten Situationen zu reagieren. „Ich freue mich sehr über eure Spende und euer Engagement“, so Mühlberger. Er verdeutlicht, dass unter Corona der soziale Aspekt noch wichtiger geworden ist in einer Zeit, in der nicht unbedingt ein jeder einen Nerv für den anderen hat. Da ist der Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft, aber auch einer Gemeinschaft wie im rumänischen Kinderheim besonders wichtig. Vor dem Hintergrund war es immer unser Ziel, die Waisenkinder über die Jahre nachhaltig und ganzheitlich zu begleiten. Da haben wir jetzt mit der völligen Isolation einen herben Rückschlag erlitten. „Aber eins ist sicher: Wir werden für die Kinder und Jugendlichen immer da sein.“
Bei aller Freude über die Scheckvergabe wirkte auch Rektor Otto Manzenberger nachdenklich. Wo sonst eine gesteckt volle Schulaula das Sammelergebnis jährlich feiert, „stehen wir da wie aufgereiht. Jetzt erst im Sommer vergeben wir den Erlös, den es eigentlich schon seit Weihnachten gibt.“ Manzenberger wandte sich an die Kinder: „Ich muss euch aber ein großes Komplement machen, wie ihr alle hier an der Schule mit Corona umgeht.“

Kinder in Sciherheit
Kinder in Sciherheit

Kinder in Sciherheit

Tatsächlich war es ein ungewöhnliches Bild, als sich die Kinder mit dem Scheck und den Fotos der rumänischen Jugendlichen und Kindern in Reihen und mit Abstand für das Erinnerungsfoto aufstellten, Diakon Mühlberger und Rektor Otto Manzenberger links und rechts außen. Dazwischen standen die Elternbeiräte als Vertreter der Eltern, die im Weihnachtsbasar mitwirkten. Von links sind das Josefine Bär, Vorsitzende Sabine Aberger, Tanja Fischer und Daniela von Barfus.(Text/Bild L.Flug)

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