Leihlaptops und Videokonferenzen

Veröffentlicht: Mittwoch, 08. Juli 2020 Geschrieben von Otto Manzenberger

Aufregende Wochen, die Antworten auf die Corona Pandemie zu finden, liegen hinter der Grund- und Mittelschule Unterwössen. Jetzt war es für Schulleiter Otto Manzenberger an der Zeit danke schön zu sagen. Das konnte er nicht – wie sonst – in einer großen Schuhversammlung sein, war aber genauso herzlich.


Zwei Väter, Robert Strobl und Leopold Meirer, standen zunächst im Blickpunkt. Mit den Einführungen der Corona Beschränkungen war es für die Lehrer eine besondere Herausforderung, ihre Schüler zu erreichen. Eigentlich jeder Pädagoge entwickelte sein eigenes Modell, um mit dem Dreierpack aus Schülern, Eltern und Lehrern so etwas Ähnliches wie Unterricht aufrechtzuerhalten.
Als Eltern gehörten Strobel und Meirer zu dem Kreis der Betroffenen. Sie traten an die Lehrerin Eva-Maria Holzer heran und schlugen vor, aus ihrer beruflichen Kompetenz ein eigenes System an Informations-Technologie für den Unterricht aufzubauen. Ein erstes Modell mit der Software-Lösung Microsoft Teams entstand und überzeugte.
Das professionell für die gesamte Schule aufzusetzen, dafür kam ein Fachmann hinzu: Ingo Straßer von der Firma Skool aus Übersee brachte weitere professionelle Hilfe. Das Unternehmen bietet Schulen ganzheitliche Lösungen für deren Informationstechnologie.
Otto Manzenberger lobte den Aufwand und Einsatz der Lehrer, die das Unternehmen in der Folge mit ins Boot holte. Besonders aufwendig war es dann, Schüler und Eltern zu großen Teilen auch in Einzelanleitung in der Verwendung des Programmes zu schulen. Das alles war ein Sprung ins kalte Wasser, sieht Manzenberger heute, weil es im Kultusministerium noch keine Lösungen gab. Dort waren sie gerade erst in Arbeit. Am Ende erwies sich der Unterwössner Weg als richtig, denn tatsächlich setzt heute das Kultusministerium verstärkt auf den Einsatz der Software an den Schulen.
Die weitergehende Herausforderung stellte sich, weil nicht alle Schüler daheim die technischen Voraussetzungen mitbrachten. Manzenberger lobte das Angebot des Überseer Unternehmens, dass ein besonders günstiges Angebot zur Beschaffung der Hardware unterbreitete. Mit Gemeinde, Förderverein und anderer finanzieller Hilfe konnten schließlich 25 Notebooks mit den nötigen Programmen angeschafft werden.
Jetzt ist es für die Schüler normal, im Home-Office zu arbeiten, mit den Lehrern den Videokonferenzen zu korrespondieren oder gemeinsam über das Internet mit den Mitschülern am gleichen Projekt zu arbeiten. Dinge die jetzt, einmal eingeführt, niemand an der Schule mehr missen möchte. Entsprechend groß die Begeisterung bei allen, den Schülern, Eltern, Lehrern, aber auch bei der Gemeinde mit Bürgermeister Ludwig Entfellner oder beim Unternehmen Skool. Mit einem gewissen Stolz blicken sie auf die letzten Wochen zurück.
Als sympathische Geste des Dankeschöns gab Manzenberger beiden Software-Väter Meirer und Strobl Gutscheine, die ihnen helfen sollen, die in den letzten Wochen durch das Projekt verlorene Familienzeit wieder zurück zu gewinnen. Für Straßer von der Firma Strobel gab es einen Wein.
Bürgermeister Ludwig Entfellner zeigte sich stark beeindruckt. Das Rathaus kenne die Schule als einen leistungsstarken Betrieb, der routiniert seine Aufgaben löst. Da wäre es besonders aufgefallen, welchen Stress die Corona Pandemie an die Schule brachte.
Nach den Herausforderungen um die Integration der Kontingentflüchtlinge an der Schule, sei es das zweite Mal, in dem nach außen deutlich sichtbar werde, wie viel zusätzlicher, organisatorischer Aufwand an der Schule betrieben wird. Die Gemeinde will es sich deshalb zur Aufgabe machen, Änderungen in diesem System herbeizuführen, damit die Lehrer das machen können, was sie sollen: Kinder unterrichten. Für die Zukunft wünschte Entfellner allen, wieder „zu einem Leben vorher zurückzukommen“.

Leihlaptops
Leihlaptops

Leihlaptops

Junge Computerspezialisten sind die Antwort der Grund- und Mittelschule Unterwössen auf die Corona Krise. Zu danken ist das der Initiative der Herrschaften im Hintergrund, sieht Schulrektor Otto Manzenberger (rechts). Die Väter Leopold Meirer (weiter von rechts) und Robert Strobl, bewiesen mit ihrem Modell, dass Informationstechnologie an der Schule die Corona Herausforderungen bewältigt. Ingo Straßer von der Firma Skool in Übersee half bei der Einführung. Der Förderverein mit Brigitte Tillner finanzierte notwendige Ausstattung. (Text/Bild L.Flug)

 

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